Der Klassiker - Tour des Vins Degustation

Sehr geehrte Vereinsmitglieder, liäbi Legendä!

Was sich am 14. März unserer Zeitrechnung zugetragen hat, wird in den Chroniken der Forti-Legends nicht einfach nur als Event abgelegt werden – nein, es wird als eine weitere heilige Etappe der Traubensaft-Pilgerschaft in die Geschichtsbücher eingehen.

Ein Tag, der unter dem Banner der „Tour des Vins“ stand und doch so viel mehr war: Gemeinschaft, Genuss, Zufall – und wie so oft auch ein Hauch göttlicher Fügung.

MARSCHBEFEHL

Wie es die alten Schriften (WhatsApp-Chat) bereits verkündet hatten, sollte sich die auserwählte Schar der Legenden zur Mittagsstunde am Bahnhof St. Gallen versammeln.

Und so geschah es auch. Hände wurden geschüttelt, Schultern geklopft, erste Blicke ausgetauscht...

Doch anstatt sich direkt auf den vorgezeichneten Pilgerweg zu begeben, entschied sich die Truppe – ganz im Sinne der Spontanität – für einen kleinen, aber entscheidenden Umweg ins Stadtinnere.

DIE ERSTE LABUNG

Im ehrwürdigen Café Blumenmarkt nahm die Geschichte ihren Lauf.

Was als „kurzer Zwischenstopp“ deklariert wurde, entwickelte sich rasch zu einem Auftakt, wie man sich nicht hätte ausmalen können: Bier, Kaffee – und für die besonders Frommen bereits mit Schuss.

Die Tafel füllte sich, Geschichten wurden erzählt, Lacher hallten durch den Raum. Ein Start, der bereits erahnen liess, dass dieser Tag nicht nach Plan verlaufen würde – sondern besser.

Highlight des Auftakts: Präsident Joel Gutmann berichtete mit glänzenden Augen von einem vergangenen Abend, an welchem kein Geringerer als Fabio Landert die Bühne beehrte.

Und wie es der Zufall – oder nennen wir es: Schicksal – wollte, trat genau in diesem Moment eben jener Comedian durch die Türen des Cafés.

Ein Raunen ging durch die Runde. Die Legenden blickten sich an. Mehr Zufall geht nicht.

VERPFLEGUNG & PILGERWEG

Gestärkt vom ersten Akt verschob sich die Gruppe weiter zum nächsten Programmpunkt: Beirut Take Away St. Gallen – eine Institution für all jene, die wissen, dass wahre Stärke von innen kommt.

Dort wurden die Mägen mit saftigen Shawarmas gefüllt – eine Grundlage, die sich im weiteren Verlauf des Tages als essenziell herausstellen sollte.

Da jedoch kein Uber verfügbar war, welches der Würde dieser Truppe gerecht geworden wäre, sah man sich gezwungen, auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückzugreifen.

Ein Schicksalsschlag? Mitnichten. Eine weitere Prüfung.

DIE TRAUBENWALLFAHRT

Endlich erreichten die Legenden den Ort, um den sich alles drehte: Martel Weinwelt.

Was folgte, war ein Nachmittag im Zeichen des Genusses. Gläser wurden gefüllt, geschwenkt, verkostet – und erneut gefüllt.

Die bereits anwesenden Mitglieder wurden freudig begrüsst, man tauschte sich aus, diskutierte, philosophierte – über Wein, über das Leben, über alles und nichts.

Ein Anlass, der seinem Namen gerecht wurde.

Und doch liessen sich vereinzelte Stimmen vernehmen – leise, aber bestimmt:

„Es gab auch schon bessere Jahre von dieser Weindegu…“

Ob berechtigt oder nicht, bleibt der subjektiven Wahrnehmung überlassen. Fest steht: Der Genuss stand im Zentrum.

Unsere Legenden

Beim Abschied der Weindegustation verlagerte sich das Geschehen ein letztes Mal nach draussen. In geselliger Runde liess man den Nachmittag gemütlich ausklingen, tauschte sich mit weiteren Gästen aus und liess die Eindrücke des Tages nachhallen.

Natürlich durfte auch ein Duell für die Feinschmecker des Geistes nicht fehlen: Eine hitzig umkämpfte Schachpartie entbrannte – Zug um Zug, Blick um Blick, ganz im Sinne der Kenner.

Feinschmecker des Geistes

DAS FLEISCHGEWORDENE FINALE

Nach Abschluss der Weinprobe trennte sich die Gruppe – ein Teil zog weiter, während der harte Kern sich auf den Weg zur nächsten heiligen Stätte machte:

Restaurant: Steakhouse zum Hirschen

Dort angekommen, zeigten sich die Auswirkungen des bisherigen Tagesverlaufs: Einige noch klar im Kopf, andere bereits tief im Flow.

Doch alle vereint im Ziel: Konsum.

Von heissem Stein über Geschnetzeltes bis hin zu weiteren traditionellen Gerichten wurde alles aufgefahren, was das Herz begehrt. Ein Gaumenschmaus, wie er im Buche steht.

Steakhouse zum Hirschen

DAS AUSKLINGEN

Was danach geschah, lässt sich wie so oft nur schwer in Worte fassen.

Die Legenden liessen den Abend beim Kassier ausklingen. Getränke wurden bestellt, Gespräche vertieft, Erinnerungen geschaffen.

Ein würdiger Abschluss eines Tages, der einmal mehr gezeigt hat, dass es nicht der Plan ist, der einen Event legendär macht – sondern die Menschen, die ihn erleben.

Und als wäre das nicht genug gewesen, entstand beim Ausklingen noch ein kleines, aber nicht minder legendäres Video

El Presidente

DER AUSBLICK

Zurück bleiben volle Bäuche, ein leicht benebelter Geist und ein Herz voller Erinnerungen.

Die Tour des Vins war mehr als nur ein Anlass – sie war ein weiteres Kapitel in der fortlaufenden Geschichte der Forti-Legends.

Und eines ist sicher: Der nächste Eintrag lässt nicht lange auf sich warten.

In diesem Sinne – bleibt durstig, bleibt legendär.

In wohltuender Rückschau und Sehnsucht auf die Zukunft

Der Vizepräsident der Forti-Legends

JK