Der Season-Opener in gemütlichem Setting

Sehr geehrte Vereinsmitglieder, liäbi Legendä, cari tutti

Am Nachmittage des 24. Jänners, dem 4. Samstag des Jahres 2026, traf sich eine erlesene Menge unserer Legenden zu einem gemütlichen Quiz n’ Drink-Event, welcher das Jahr für den Verein einläuten sollte und zudem, wie der Verlauf des Abends zeigen würde, auch die leistungssportmässige Kompetitivität der Forti-Legends mal wieder ans Tageslicht rücken würde.

Aufwärmen

Die beiden Hosts der ersten Ausgabe des Forti-Legends-Quiz, Kyle Huber und Fabian Frauenknecht, luden diejenigen, die sich trauen würden, in diesem alle Welten erschütternden Wettstreit anzutreten, ab 15 Uhr an die Peter-und-Paul-Strasse in der Stadt des heiligen Gallus. Allmählich trudelten die Kämpfer ein, ehe um 16:35 Uhr der Startschuss fiel. Oder wohl eher: fallen sollte, denn die erste Runde des Quiz, die aus monstermässigen Fragen zu Landesflaggen (FIFA-Legenden im Vorteil) und Songtiteln bestand, musste aufgrund von technischen Schwierigkeiten in anderer Form umgesetzt und daher ein Wenig verspätet durchgeführt werden. An dieser Stelle muss gesagt werden: Kahoot hat uns als Business-Partner in diesem Moment leider ein Wenig enttäuscht, wir bleiben aber als Institution selbstverständlich offen für künftige Kooperationen!

Unsere grossartigen Hosts

Trotzdem wurde der Einstieg in den Quiz n’ Drink-Abend aber ein voller Erfolg, dank Improvisation der beiden Hosts und der Einhaltung der Regeln der Ehre beim Antworten via WhatsApp kann die Vorrunde erfolgreich umgesetzt werden, und der eine oder andere hat wohl sogar noch etwas zur Flagge des Südsudan oder zur Musik von Elton John lernen können. Und by the way: auch der Drink-Teil des Quiz n’ Drink kam nicht zu kurz, bereits in dieser Vorausscheidung wurde von den Legenden schon fleissigst Münchner Löwenbräu in die Schlunde gekippt.

Nach der Vorrunde, die nach 20 Fragen beendet war, einigte man sich unisono darauf, ein kleines Intermezzo einzulegen, bei dem einerseits die Geselligkeit mit den tiefgründigsten Gesprächen, aber andererseits auch der Konsum von den feinsten Gütern dieses Planeten, womit vor allem Bier gemeint ist, in den Vordergrund gestellt und gepflegt wurden.

Kampf unter Legenden

Nachdem die kurze Unterbrechung dann abgeschlossen war, ging es für die versammelte Bande ans Eingemachte. Wie die Wettstreiter nun erfuhren, diente die Vorrunde dazu, die Teams für das eigentliche Quiz zu bestimmen. So wurden beispielsweise der Beste und der Schlechteste, der Zweitbeste und Zweitschlechteste usw. zusammengepaart, was zu einigen legendären Teams führte. Nachdem sich alle Equipen einen mehr (oder minder) kreativen Teamnamen ausgedacht hatten, galt es Ernst: mit einem Würfel wurde jeweils die Kategorie ermittelt, aus welcher das jeweilige Team eine Frage beantworten musste, um damit eine im Vornerein gesetzte Punktzahl zu gewinnen oder aber zu verlieren. Dabei war die Eins auf dem Würfel gleichbedeutend mit einer Frage zur handballerischen Geschichte unserer Legenden, die natürlich begehrteste, aber auch berüchtigtste Kategorie.

Das gemütliche Setting trügt, hier gings heiss zu und her!

Und bei einer Sechs auf dem Würfel wurde plötzlich auch die Ehre der Teams in Frage gestellt, denn wer sich bei freier Themenwahl nicht für die Kategorie Forti-Geschichte entschied, dem wurde per Mehrheitsentscheid 100 Jahre Fegefeuer auferlegt. Bei dieser Kategorie wurden nämlich natürlich auch immer die besten Geschichten aufgedeckt, wie beispielsweise Anekdoten aus Biberach, Angewohnheiten ehemaliger Trainer oder auch Geschichten vergangener Trunkenheit, wie sie zum Beispiel regelmässig an der Appenzeller Fasnacht stattgefunden hatte. Es entwickelte sich ein wildes Spiel, in dem es Teams gab, die schon nach wenigen Runden aufgrund von Misswirtschaft bei der (sehr grosszügigen) Spielleitung einen Sonderkredit fürs Punktekonto erschnorren mussten. Zudem wurde mit späterer Stunde auch die Spielweise immer wilder; wurden zuerst die Fragen noch simpel im Team diskutiert und geradlinig beantwortet, so häuften sich im Verlauf des Abends auch die Einsätze von Jokern in allen möglichen Formen: Spieler, die zuvor noch einem anderen Team angehörig waren, wechselten plötzlich Seiten, Familienmitglieder wurden angerufen, sogar mehrere Biere wurden geext, um Punkte zu generieren.

Rege Diskussionen, verbunden mit souveräner Ratlosigkeit, waren omnipräsent

Versöhnlicher Spielschluss

Die Eskalation war derart masslos, dass man sich am Schluss auch gar nicht wirklich darum scherte, wer denn jetzt eigentlich gewonnen hatte. Das Spiel hatte nämlich mit seiner Intensität auch allen Teilnehmenden vieles abverlangt, wodurch bereits früh am Abend sich einige Legenden verabschieden mussten, um daheim in die Postgame-Recovery zu gehen. Allmählich wurde die Gruppe kleiner und kleiner, bis sich das Spiel irgendwann gefühlt selbst aufgelöst hatte. Eines steht aber fest: alle Legenden gingen in dieser Nacht mit einem Haufen wiederentdeckten Erinnerungen der Handball-Zeit ins Bett, wodurch der Event nicht nur alles hielt, was er versprochen hatte, sondern auch noch eine besonders wohltuende Nostalgie in die Herzen der Vereinsmitglieder trichterte.

Zum Abschluss bleibt dem Schreiberling, der selbst natürlich auch an der Veranstaltung zugegen war, nur noch ein ganz herzliches Dankeschön im Namen des gesamten Vereins an die beiden Hosts und Organisatoren Kyle Huber und Fabian Frauenknecht auszusprechen. Ohne ihre Initiative wäre diese Veranstaltung wohl nicht zu Stande gekommen, und für das, was sie geleistet haben, verdienen sie es, mit den höchsten Orden und Lobgesängen beschmückt zu werden!

In wohltuender Rückschau und Sehnsucht auf die Zukunft

El herrero de las palabras LN